Seit 1994 · Karlsruhe

Aus einer künstlerischen Idee wurde ein Lebensweg.

Ute Frenzel und Prof. Riza Yildiz gründeten die Musikakademie diapason mit einer klaren Überzeugung: Junge Menschen brauchen höchste musikalische Qualität – und einen Ort, an dem sie als Persönlichkeit gesehen werden.

Prof. Riza Yildiz und Ute Frenzel-Yildiz mit ihren Violinen
Prof. Riza Yildiz und Ute Frenzel-Yildiz

Begabung braucht Zeit, Freiheit und Beziehung.

Mit der Gründung verwirklichten Riza Yildiz und Ute Frenzel-Yildiz ein international ausgerichtetes Ausbildungskonzept für junge Menschen, die ein Streichinstrument erlernen und ihre Begabung ernsthaft entfalten wollten. Von Beginn an gehörten persönlicher Instrumentalunterricht, gemeinsames Musizieren und öffentliche Bühnenerfahrung zusammen.

Die eigenen Kinder wurden dabei zu wichtigen Wegweisern. Sie zeigten, dass Entwicklung nicht beschleunigt werden muss, sondern in Ruhe und Freiheit wachsen darf. Entschlossenheit, Beharrlichkeit, Fleiß und Konzentration machen mit Hilfe des Instruments sichtbar, was in einem jungen Menschen angelegt ist.

Was aus dem Anfang wuchs.

Die Geschichte der Musikakademie ist keine Folge bloßer Daten. Sie erzählt davon, wie eine Überzeugung durch Menschen, Beziehungen und gemeinsames Wagnis Gestalt annahm.

1994

Ein Ort für frühe musikalische Bildung

Der Unterricht begann in der Zunftstraße 12 in Karlsruhe-Durlach. Mit Unterstützung von Hans-Michael Bender, dem damaligen Vorsitzenden des Fördervereins, wurde das Haus des Ehepaars Meier-Menzel zur ersten Heimstatt der Musikakademie. Die Mittel waren gering; eigene Ersparnisse wurden investiert und sichere Berufe aufgegeben, um einer spezialisierten musikalischen Ausbildung den notwendigen Raum zu geben.

1995

Aus Lehrenden wird ein Kollegium

Carmen und Wolf-Günther Schreer kamen als erfahrene Musikpädagogen und Orchestermusiker hinzu. Die enge Vernetzung der Lehrkräfte wurde zur Grundlage eines gemeinsamen Ausbildungskonzeptes – Einzelunterricht, Kammermusik, Orchester, Theorie und Bühne griffen von nun an ineinander.

Die folgenden Jahre

Anerkennung und wachsende Verbindungen

Konzerte und zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger machten die Arbeit öffentlich sichtbar. Sie fand Anerkennung bei der Stadt Karlsruhe und beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Prof. Fany Solter, damals Rektorin der Hochschule für Musik Karlsruhe, schloss mit der Musikakademie einen Rahmenvertrag zur Förderung begabter Kinder und Jugendlicher.

Seit 2008

Der Ausbildungsweg öffnet sich zur KinesisMethode

Angeregt durch Prof. Fany Solter vertiefte Ute Frenzel einen neuen Unterrichtsstil. Das instrumentale Lernen verband sich immer bewusster mit Körper, Stimme, Vorstellungskraft, Beziehung und innerer Orientierung. Lernen sollte Zugang zum Leben sein – nicht Konkurrenz. Aus dieser Entwicklung wuchs die KinesisMethode.

2016

Der KinesisRaum wird sichtbar

Mit dem Eröffnungskonzert des neuen KinesisRaumes im Festsaal der Karlsburg setzte die Musikakademie ein öffentliches Zeichen für ihre erweiterte Unterrichtskultur. Grußworte der Stadt Karlsruhe, der BBBank und des Fördervereins würdigten die gewachsene Arbeit.

Fragen, die bis heute tragen.

Aus ihnen entstanden Ausbildungsstandards, die künstlerischen Anspruch und menschliche Entwicklung nicht voneinander trennen.

  1. Wie kann Unterricht jungen Menschen helfen, ihre Begeisterung und Begabung zu erkennen und zu entfalten?

  2. Wie kann Üben zu einem erfüllenden, schöpferischen Tun werden, damit das Spiel auf der Bühne lebendig und virtuos gelingt?

  3. Wie kann Musik während der Kindheit und Jugend als lebendiges Gesamtkunstwerk erfahren werden?

Früher Beginn am Streichinstrument

Persönlicher Einzelunterricht

Theorie und Gehörbildung

Kammermusik und Orchester

Konzerte und gemeinsame Projekte

Solistische Auftritte mit Orchester

Prof. Riza Yildiz mit seiner Violine

Prof. Riza Yildiz

† 25. April 2010

Das Lehrerkollegium fühlt sich seiner Lebensleistung dankbar verbunden. Als türkischer Staatsbürger und Kenner wie Mitgestalter der deutschen Kultur war er Repräsentant zweier Welten. Die Musikakademie bewahrt sein kulturübergreifendes Engagement als Dozent, Orchesterleiter, Dirigent und Geiger.

Vom ersten Ton bis zur Bühne.

Der Einzelunterricht bildet das persönliche Fundament. Im Zusammenspiel wächst daraus Verantwortung für den gemeinsamen Klang. Die KinesisMethode macht die Haltung sichtbar, die diesen Weg heute weiterführt: den ganzen Menschen wahrnehmen und ihm zutrauen, Gestalter seines Lebens zu werden.

Mehr als drei Jahrzehnte später tragen Lehrende, Familien, Fördernde sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler diesen Gedanken weiter – lebendig, verbunden und offen für die Zukunft.

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